Webzine n°62. Mai 2001
Liebe
EUROCIRCLE - PARTNER,
Der Vereinsvorstand
der Association EUROCIRCLE hat einen neuen Präsidenten gewählt: Mit
Jean Claude Aroumougom wird künftig eine anerkannte Autorität
in europäischen Sachfragen die Geschicke des Vereins dirigieren. Das EUROCIRCLE-TEAM
ist stolz und wird sich nach Kräften bemühen, die steigenden Erwartungen
zu erfüllen. Eine kurze Biographie unseres neuen Präsidenten finden
Sie auf Seite 2.
Ein anderer Präsident, nämlich Romano Prodi schlußfolgerte
in seiner Rede vor dem Europaparlament im März mit den Worten:
"...Manchmal ist zu hören, und ich möchte es gerne glauben, daß
das europäische Einigungswerk die größte Errungenschaft der
zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist. Dieses Einigungswerk wurde von
manchen zu Beginn jeder neuen Phase mit schönster Regelmäßigkeit
als nicht zu verwirklichende und selbst lächerliche Utopie abgetan. Ende
2001 werden wir neue Banknoten und Münzen erhalten. Ich möchte es
Ihnen und mir ersparen, all das zu wiederholen, was bei der Konzipierung dieses
Projektes gesagt worden ist. Auf das bisher Erreichte können wir stolz
sein."
Und ein dritter Präsident, nämlich der deutsche Bundespräsident
Johannes Rau meldete sich unlängst im Sinne unseres April-Kommentares
zu Wort:
"... Die europäische Verfassung ist nicht der Schlußstein des
europäischen Bauwerkes, sie muß zu seinem Fundament werden. Die europäische
Verfassung sollte festlegen, daß Europa kein zentralistischer Superstaat
wird, sondern daß wir eine "Föderation der Nationalstaaten" aufbauen
...Wenn wir die EU als eine Föderation von Nationalstaaten wollen, dann
verbessern wir die demokratische Legitimation für gemeinschaftliches Handeln
und sichern zugleich den Nationalstaaten die Kompetenzen, die sie behalten wollen
und sollen. Neue Zuständigkeiten können Europa nur dann übertragen
werden, wenn alle Mitglieder der Föderation dem in einem transparenten
und in einem demokratisch kontrollierten Verfahren zustimmen....Welche Funktion
hat eine Verfassung für ein politisches Gemeinwesen? Eine "Grammatik der
Freiheit", und - gerade bei uns in Europa -auch eine "Grammatik der Solidarität".
Mit ihr legt der Souverän - das Volk - fest, an welche Werte er sich bindet,
in welchen Bereichen und an wen er Macht delegiert und wie er diese Macht organisieren
und begrenzen will.
In der Verfassungsdiskussion müssen wir auch darauf achten, daß die
Kommission weiter Anwalt des Gemeinschaftsinteresses bleibt. Dieser Anker des
europäischen Einigungsprozesses, das Initiativrecht der Kommission, muß
bleiben. Die Debatten der zurückliegenden Monate haben doch gezeigt, daß
die intergouvermentale Methode an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit
gekommen ist."
Es verbleibt genau in diesem Sinne bis zu den Juni-News mit herzlichen Grüßen
Jean-Claude
AROUMOUGOM
Biographie
des neuen EC-Präsidenten
1975 -
Doktor der Rechtswissenschaft (Jurist)
1980 -1984
Vorsitzender für rechtliche, finanzielle und urbane Angelegenheiten des
Generalsekretariats zur Stadtentwicklung von Marseille
1984- 1993
Technischer Berater des Generalsekretariats zur Stadtentwicklung von Marseille
1993-1995
-Technischer Berater des Generalsekretariats sowie des Bürgermeisters der
Stadt Marseille
-Direktor der "Mission des Programmes Privés et Européens"
(Europäische und andere Förderprogramme)
- Berater im Expertengremium der Stadt Marseille
- Berater im Expertengremium der Welt Bank
- Berater im Distrikt Ausschuss sowie im Rat der Regionen Europas
seit 1995
-Technischer Berater des Generalsekretariats zur Stadtentwicklung von Marseille
-Direktor der "Mission des Programmes Privés et Européens"
(MIPPE)
1995-1998
- Projektmanager im MIRTO-EU Programm für die Internet-Präsentation
der Stadt Marseille
seit 1998
- Projektmanager im CITIES-EU Programm für die Internet-Präsentation
der Stadt Marseille
seit 1999
- ständiger Berater im Expertengremium der Generaldirektion Informationsgesellschaft
der EU-Kommission