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Webzine n°25. April 1998

Liebe EUROCIRCLE - PARTNER,

Eine Nachfrage in der GD XVI bestätigte die in der April-Nummer geäußerten Gerüchte bezüglich ECOS/Ouverture III: ausgeschrieben wird wohl im Juni, vermutliche Dead-line ist der 15. November, inhaltliche Abweichungen zu ECOS II sind nicht vorgesehen.
Der aktuelle Stand der ebenfalls angesprochenen Umstrukturierungen in der GD V und die damit einhergehende Ausrichtung des Art. 6 zur Förderung von innovativen Projekten im Rahmen des ESF - insbesondere was das Risikokapital betrifft - ist auf Seite ....... nachzulesen.
Wenig Erfreuliches gibt es aus der GD VI bezüglich des Auswahlverfahrens der Beschäftigungsprojekte für Frauen in der Landwirtschaft, die im Herbst 1996 (!) ausgeschrieben waren, zu berichten: Bei unseren Recherchen erhielten wir - etwas lapidar - die Information, daß die 400 im Februar 1997 (!) eingegangenen Projektanträge noch nicht ausgewertet sind und daß es ebenfalls nicht bekannt ist, wann mit den Ergebnissen zu rechnen sei. Zuständiger EU- Kommissar Fischler - in den EC-News vom April 97 noch für Kompetenz, Mut und scharfsinnige Analysen gelobt - sprach markig beim Sonderrat Landwirtschaft am 31. März in Brüssel:
"In bezug auf Agrarpolitik sitzen wir alle in einem Boot; die 15 Agrarminister auf der Brücke, aber an Bord sind auch die Landwirte, die Verbraucher, die Umwelt-und Tierschützer, die Nahrungsmittelindustrie, und viele andere.... Die Kommission als Lotse hat mit der Agenda 2000 eine Route für diese Fahrt in die Zukunft ausgearbeitet, auf der wir allen gefährlichen Untiefen ausweichen, und auf der wir aber auch die günstigen Strömungen nützen können."
Noch markiger würden wir es finden, wenn Käptn Fischler den Leichtmatrosen seiner eigenen GD den Unterschied zwischen Staatsbeamten im Agrarministerium und freien Projektträgern erklären könnte!
Vielleicht ist den entsprechenden Herrschaften in Brüssel nicht bekannt, daß ProjektträgerInnen von Fraueninitiativen aus ländlichen Gebieten selten das Glück haben, von ihren lokalen oder regionalen Verwaltungsinstanzen reichlich und zeitlich unbegrenzt mit nationalen Cofinanzierungsmitteln ausgestattet zu werden. Die Entscheidungsträger in jenen ruralen Gebieten - und nicht zuletzt im Burgenland - gelten nicht immer als flammende Anhänger von Gleichberechtigung und Feminismus. Gelingt es aber doch, selbige zu einer nationalen Subvention zu bewegen, und reserviert der Projektträger diese Mittel für die o.g. Ausschreibung, ist es nicht nur ärgerlich, nach 1,5 Jahren konstatieren zu müssen, das nichts passiert ist, sondern darüberhinaus kontraproduktiv, rufschädigend für die Kommission und teuer bis tödlich für die gelackmeierten und geleimten ProjektträgerInnnen. Ein Minimum an Respekt für die Menschen, die EU-Programme ernst nehmen und damit arbeiten wollen, wünscht sich von den Verantwortlichen und verbleibt damit bis zum Juni

Ihre Eurocircle-Redaktion