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Webzine n°33. Dezember 1998

Liebe EUROCIRCLE - PARTNER,

An der Schwelle zum 21. Jahrhundert steht Europa vor strategischen Entscheidungen, die seine Zukunft prägen werden. Nach fast fünfzig Jahren des Kalten Krieges und der Konfrontation öffnet sich in ganz Europa eine neue Ära mit Chancen und Herausforderungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.. Noch viel ist zu tun, um die vier Leitideen eines wahrhaft geeinten Europas zu realisieren, die da sind:
- Vollendung des Binnenmarkts und der Wirtschafts- und Währungsunion

- Umsetzung der Verträge von Maastricht 92 und Amsterdam 97
- Hinführung zu einer politischen Union in einem Europa der Bürger
- Osterweiterung und die Integration der neuen Beitrittskandidaten
So stellte im Oktober anno domini 1998 der Kommissionspräsident Santer vor dem Europäischen Parlament fest: "Nun haben wir eine Union, der es gelungen ist, die Beziehungen zwischen ihren Mitgliedstaaten und zu den Nachbarländern radikal zu verändern, eine Union, die zur ersten Wirtschaftsmacht und zum größten Geldgeber der Welt geworden ist, eine Union deren Mitgliedstaaten auf einzigartige diplomatische Traditionen zurückblicken. Aber..." , kritisierte er anschließend, "diese Union kommt über tastende Versuche nicht hinaus, schafft es kaum mit einer Stimme zu sprechen, verwässert ihre Botschaft wegen undurchsichtiger bürokratischer Streitigkeiten." Beschwörend fordert er abschließend nur "eines: nämlich, daß3, die Staats- und Regierungschefs sich des einmaligen Potentials der Europäischen Union besinnen und gemeinsam beschließen mögen, sie zu einem Hauptakteur der internationalen Politik zu machen."
Einer friedlichen, vernünftigen, ausgleichenden und sozial gerechten Politik, die Chauvinismus, Revanchismus und Rassismus keinen Raum gibt; die die Belange der Umwelt nicht dem gnadenlosen Diktat von Wirtschaftswachstum um jeden Preis ausliefert und die ökonomischen Globalisierungsbestrebungen mit einer universalen, von ethischen, sozialen und humanistischen Prinzipien geprägten Verantwortung gegenüber unserem Planeten bändigt. (Denn diesen haben wir, so wußten schon die Hopi-Indianer, von unseren Kindern nur geborgt)...
...wünscht ergänzend uns allen zu Weihnachten, für 1999 und das nächste Jahrtausend; dabei hoffend, ein klein wenig beitragen zu können, wenn im letzten Jahr des ausgehenden Milleniums die hierzu notwendigen Weichen gestellt werden

Ihre EC-Redaktion