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n°38. Mai 1999
Liebe EUROCIRCLE
- PARTNER,
Menschen
wachsen an und mit ihren Aufgaben. Diese Weisheit bestätigte der Europäische
Rat in den Morgenstunden des 26. März 1999: Überschattet von den ersten
Luftangriffen der Nato im Kosovo und dem Rücktritt der EU-Kommission konnten
die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten sowie der (noch) amtierende
EU-Kommissionspräsident auf einer 20-stündigen Abschlußsitzung
ihre Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit unter schwierigsten Bedingungen
gleich mehrfach unter Beweis stellen. So wurden einvernehmlich
- der ehemalige italienische
Ministerpräsidenten Romano Prodi zum neuen Kommissionspräsidenten
vorgeschlagen (EUROCIRCLE gratuliert dem Rat zu dieser klugen Wahl);
- nach vierjährigen
Verhandlungen ein Freihandelsabkommen mit Südafrika (gerade noch rechtzeitig
vor Beendigung der Amtszeit Nelson Mandelas) abgeschlossen;
- eine politische Einigung
auf die Eckpunkte der Agenda 2000, der Reform der Agrar- und Strukturpolitik
sowie die Finanzierung des Gemeinschaftshaushalts bis 2006 konstatiert;
- die NATO-Aktionen im Rahmen
zweier Erklärungen zur Lage in Jugoslawien unterstützt;
Es hofft, daß
bei der Bildung der neuen Kommission unter dem designierten Präsidenten
Prodi die dafür Verantwortlichen eine vergleichbare Effizienz und Konstruktivität
an den Tag legen, wie es der Rat mit dem größten Gesetzgebungspaket,
das die Kommission jemals präsentierte, vorgemacht hat,
Ihre EC-Redaktion
Letzte Meldung:
Die Europäische Kommission
wird den Flüchtlingen und Vertriebenen aus dem Kosovo Soforthilfe in Höhe
von 150 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Das Geld soll vor allem dazu
dienen, die Menschen vor Ort zu versorgen. Auch Albanien, Montenegro und Mazedonien
sollen von weiteren 100 Millionen EURO profitieren, die für die Sicherheit,
Registrierung und den Transport der Flüchtlinge gedacht sind, sowie die
Kosten für Strom und Wasser abdecken sollen