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n°36. März 1999
Liebe EUROCIRCLE
- PARTNER,
in Ihrer
Hand halten Sie die 36. Ausgabe der EC-News; drei volle Jahre sind Sie nun so
aktuell, effizient und umfassend, wie es uns nur möglich war, über
europäische Förderprogramme informiert worden und erhielten von uns
Partnervorschläge für Ihre Projektanträge. Das ist zweifelsohne
ein Grund zum Feiern, zumal es uns tatsächlich gelungen ist, einige gut
funktionierende Partnerschaften und Netzwerke mit zu initiieren, die bewiesen
haben, daß es sich lohnt, eine fundierte und langfristig angelegte Europaarbeit
zu entwickeln.
Allerdings wollen
wir es auch nicht unter den Tisch kehren, daß es daneben einigen Frust
zu ertragen gab, und zwar sowohl für Sie als Antragsteller und Projektträger
als auch für uns als Koordinierungsstelle:
So zum Beispiel,
wenn wir über zwei Jahre (!) haben warten müssen, bis sich die Kommission
bezüglich ihrer Entscheidungsfindung bei Projektanträgen ausgemehrt
hat;
oder wenn bestechend
logisch begründete und brilliant formulierte Projektanträge abgelehnt
wurden, angeblich weil zuviele Anträge eingereicht worden waren (wobei
nur zu oft Mittel in einem völlig inakzeptablen prozentualen Anteil vorher
reserviert wurden);
oder weil die Ansprüche
und Voraussetzungen, die die Kommission in den Ausschreibungen festlegt, in
keiner Weise tatsächlich erfüllbar ist (so daß letztendlich
die professionellen Antragschreiber großer Institutionen - die sich keinen
Gedanken um ihre Kofinanzierung machen müssen - immer wieder den Zuschlag
erhalten).
Die vielen berechtigten
Kritikpunkte an dieser Praxis sollen aber nicht darüber hinwegtäuschen,
daß die EU-Kommission eine Aufgabe wahrnimmt, die fast unerfüllbar
scheint: die divergierenden politischen und nationalen Interessen auszugleichen;
in Grundsatz- und Förderprogramme einzugießen und in den Mitgliedsstaaten
umzusetzen; Objektivität zu bewahren ohner die nationalen Befindlichkeiten
zu verletzen, Traditionen überleben zu lassen und High-Tec zu fördern,
Minderheiten zu schützen aber die Gesamtentwicklung zu fördern; Umweltschutz
zu predigen aber den Wirtschaftsraum Europa konkurrenzfähig zu machen...
Nichtsdestoweniger
wünscht zu diesem Vorhaben alles Gute, hofft, auch die nächsten Jahre
über seine Umsetzung berichten zu können und verbleibt bis zum April
Ihre EC-Redaktion