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n°42. Oktober 1999
Liebe EUROCIRCLE
- PARTNER,
das Europäische
Parlament in Strassburg hat mit großer Mehrheit (404 Stimmen gegenüber
153 Nein-Stimmen und 37 Enthaltungen) die neue Europäische Kommission unter
Romano Prodi für die volle Amtsperiode bis zum 22. Januar 2005 bestätigt.
Nicole Fontaine,amtierende
EU-Parlamentspräsidentin, beglückwünschte Romano Prodi und sein
Kollegium zum Ausgang der Wahl. Fontaine und Prodi gaben im Anschluß an
die Wahl eine gemeinsame Pressekonferenz in Strassburg, wo sich die EP-Präsidentin
beeindruckt von den angekündigten Reformen der neuen Kommission zeigte.
Beide betonten, daß sie sich für eine gute Beziehung zwischen Parlament
und Kommission einsetzen würden, die für die anstehenden Weichenstellungen
in Europa unerläßlich seien.
Bereits einen Tag
vor der Abstimmung hatte Prodi in einer Rede vor dem Europäischen Parlament
die wichtigsten politischen Ziele für Europa skizziert. Er bat das EP um
Vertrauen und versprach Verbesserungen in der Verwaltungsstruktur der Kommission.
Den Wunsch der Öffentlichkeit nach praktizierter Transparenz bei politischen
Entscheidungen werde er auch weiterhin sehr ernst nehmen und sich dafür
einsetzen, den Bürgern einen ungehinderten Zugang zu Informationen zu ermöglichen.
Als wichtigste Etappen
der gemeinsamen politischen Arbeit nannte Prodi die Erweiterung der Union, die
Reform der EU-Institutionen, die Planung der nächsten Regierungskonferenz
sowie die Sicherung von Wachstum und Beschäftigung in Europa. Diese Ziele
bauten auf dem bisher Erreichten auf, dem Binnenmarkt sowie der Wirtschafts-und
Währungsunion. Die Grundlagen für die politische Union Europas seien
gelegt. Einen bedeutenden Beitrag zum Einigungsprozess stellten die gemeinsamen
Institutionen und das Parlament dar. Die Erweiterung der Union, so der künftige
Präsident der Kommission, bedürfe einer politischen Vision, die weit
über den eigentlichen Beitritt hinausginge und eine Strategie für
das Zusammenleben der europäischen Nationen entwerfe. Für einen entscheidenden
Schritt in diese Richtung hält Prodi die Nennung verbindlicher Beitrittstermine,
auf die sich die Staats- und Regierungschefs bei ihrem Treffen Ende des Jahres
in Helsinki einigen sollen.
Zum Schluß
seiner Rede ging Prodi auf die wirtschaftliche Situation in den Mitgliedstaaten
ein. Der gegenwärtige Wirtschaftsaufschwung erleichtere die fälligen
Strukturanpassungen. Der Kommissionspräsident mahnte mehr Wettbewerb und
vor allem im Dienstleistungssektor eine weitergehende Liberalisierung an. Schließlich
forderte er die Europäer auf, es den Amerikanern gleich zu tun und die
Möglichkeiten neuer Informationstechnologien zu begrüssen und voll
auszuschöpfen.
So wird es sicherlich
auch in seinem Sinn sein, wenn Ihre EUROCIRCLE-Crew derzeit unter Hochtouren
an der neuen Web Site arbeitet und ebenfalls hofft, Sie zur Novemberausgabe
wieder begrüßen zu dürfen
Ihre EC-Redaktion