French Kitchen
LEONARDO
- PROJEKT IN MARSEILLE
Was ist Leonardo?
Das
europäische Berufsbildungsprogramm Leonardo
da Vinci unterstützt und ergänzt die Berufsbildungspolitik
und ermöglicht EU BürgerInnen Berufserfahrungen
im Ausland zu sammeln.
Ziel ist, mittels transnationaler Zusammenarbeit
die Qualität der Berufsbildung zu erhöhen,
sowie Innovation und europäische Dimension
in Berufsbildungssystemen und -methoden zu
fördern.
Das Programm wendet sich an eine breite Öffentlichkeit:
Junge Menschen und Erwachsene in Berufsbildung,
im Beruf oder auf Beschäftigungssuche.
Weitere
Informationen dazu finden sich unter: http://www.sokrates-leonardo.de/frameset-leo.htm
Leonardo
Mobilität : EUROGASTRONOM
Auslandspraktikum
in Marseille vom 25. Juni bis zum 19. August
2006 in verschiedenen Restaurants und Hotels
in Marseille für 8 Auszubildende der Kiezküchen
Berlin
Voilà,
die zweite Gruppe der Leonardos ist
wieder nach Deutschland abgereist.
8 Jugendliche hatten wir Mitte Juni
empfangen. Leider wurde einer von ihnen
von der Endsendeorganisation wegen Fehlverhaltens
am Arbeitsplatz vorzeitig zurück beordert. |
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Auch
wenn es anfangs einige Schwierigkeiten
wegen der Unterkünfte, auf Arbeit
usw. gab, so haben doch alle ihr Praktikum
erfolgreich zu Ende gebracht. Einige
wollten zum Schluss gar nicht mehr
nach Deutschland und haben uns versichert
zurück zu kommen...Wir können also
zufrieden sein mit dem Ergebnis.
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Aufgabenbereiche von EUROCIRCLE
EUROCIRCLE
übernahm die Organisation der Praktikumsplätze
und Unterkünfte und gab einen Intensivsprachkurs,
war Ansprechpartner der Jugendlichen während
des Praktikums und organisierte Ausflüge sowie
ein Einführungsprogramm in der ersten Woche
zum Kennenlernen der Stadt, Kultur etc.
Das Programm
Um
die Sprachblockade aufzuheben, gaben
wir jeden Dienstag einen Sprachkurs,
der vor allem den Umgang mit den Gästen
und das Arbeiten in der Küche erleichtern
sollte. Natürlich wurde dabei intensiv
auf die provenzalische Küche eingegangen
und auch auf Spézialitäten der Region.
So wurde ein Kurs z.B. in ein Dorf
der Provence verlegt, wo die Jugendlichen
die Herrstellung von Olivenöl kennenlernten
sowie die Unterschiede in der Herstellung
und im Geschmack.
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Nebenbei
lernten sie eine sehr typische Aktivität
der Marseiller kennen bei einem Spiel
Boules.
Auch die Kräuter und Gewürze der Provence
kamen nicht zu kurz, denn es gibt
einen kleinen Laden im Zentrum von
Marseille,
in welchem die AZUBIS alles, was es
darüber zu wissen gibt, erfahren konnten.
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So
hatten die Jugendlichen eigentlich nie Langeweile
und wir auch nicht, denn zur Organisation
der Kurse, der Ausflüge usw. kamen die Korrespondenz
zu Kiezküchen und die Problembewältigung,
falls es welche gab, hinzu. Wir waren jedenfalls
immer für unsere « Leonardos » da und rund
um die Uhr erreichbar.
Wie
schon erwähnt gab es in der ersten Woche ein
kleines Einführungsprogramm.
Es wurden das Projekt und einige Regeln erklärt
und die Jugendlichen wurden gebeten ihre Ängste
und Erwartungen bezüglich des Praktikums aufzuschreiben...

Wir
machten außerdem eine „kleine“ Tour
durch Marseille,
in
der wir das Viertel „Noailles“ zeigten,
das Wahrzeichen Marseille's „Notre
Dame de la Garde“ besichtigten und
durch das älteste Viertel Frankreichs
„Le Panier“ schlenderten.
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Es
wurde über die Freizeitmöglichkeiten
informiert, wie den Strand und die Wohn-
und Praktikumsplätze wurden besucht. |
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An
einem Vormittag kochten wir zusammen typische
Gerichte der Region, wie „Quiche au Chèvre“,
Tapenade...und ließen es uns danach richtig
schmecken.
So lernten die Jugendlichen gleich in der
ersten Woche nicht nur etwas über die Kultur
der Provence sondern auch etwas über die Essgewohnheiten
der Marseiller.
Während des Sprachkurses,
wurden noch mehr Rezepte zusammengetragen
und so entstand ein kleines Heft mit Gerichten
der Provence und den wichtigsten Vokabeln
der Gastronomie.
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Tapenade
Für 4 Personen
Vorbereitungszeit: 20 min
Zutaten
:
Entkernte Oliven : 100 g
Sardellenfilets : 100 g
Kapern: 100 g
Olivenöl : 10 cl
Senf: ½ Kaffeelöffel
Zubereitung:
Befreien Sie die Sardellenfilets
sorgfältig von ihren Gräten etc..
Zerdrücken Sie die schwarzen
Oliven und die Sardellenfilets
mit einem Mörser.
Fügen Sie Kapern und den Senf hinzu.
Bearbeiten Sie das Ganze bis
es zu einer homogenen Masse wird.
Rühren Sie das Olivenöl tröpfchenweise
ein, als würden Sie eine Mayonnaise
zubereiten..
Servieren Sie die Tapenade in einer
Schale als Vorspeise mit heissem Toast
oder gegrilltem Brot als Beilage.
Zu Trinken :
Ein gut gekühlter Rosé aus der Provence. |
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Quiche
mit Ziegenkäse
Für 4 Personen
Vorbereitungszeit : 10 min
Kochzeit: 30 min
Zutaten
:
Blätterteig: 1Rolle
Eier : 4
Schinkenwürfel : 1Körbchen
Crème fraîche : 150 g
Milch : 1 Glas
Ziegenkäse: 1
geriebener Schweizer Käse:
1Säckchen
Zubereitung:
Legen Sie eine Tarteform mit dem
Blätterteig aus und pikieren Sie ihn
mit einer Gabel.
Vermengen Sie die Eier,
die Schinkenwürfel, die Creme fraiche,
den Schweizer Käse und die
Milch in einer Schüssel.
Leeren Sie die Mischung über
den Tarteteig, streuen Sie den Ziegenkäse
darüber.
Davor muss dieser von seiner Rinde
befreit werden.
Geben Sie die Form für ca. 30 Minuten
in den Ofen, bis der
Käse gut zergangen ist.
Servieren Sie das Gericht. |
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Mousse au
chocolat
Für 4 Personen
Vorbereitungszeit: 20 min
Kochzeit: 15 min
Rastzeit: 4 h 20 min
Zutaten :
Kochschokolade : 100 g
Eier : 4
Puderzucker : 80 g
Crème fraîche : 20 cl
Salz : 1 pincée
Zubereitung:
Lassen Sie die Kochschokolade in einem
kleinen Topf in einem Wasserbad schmelzen.
Fügen Sie die Creme Fraiche hinzu
und glätten Sie die Masse mit einer
Spachtel.Nehmen Sie das Töpfchen aus
dem Wassrbad und und lassen Sie es
erkalten. Trennen Sie das Eigelb vom
Eiweiss und verarbeiten Sie das Eigelb
in einer Schüssel mit dem Zucker.
Fügen Sie eine Messerspitze Salz zum
Eiweiss und schlagen Sie es steif.
Vermischen Sie den Eischnee vorsichtig
mit der abgekühlten Schokolade. Zuerst
nur mit einem Drittel und dann mit
dem Rest.
Zum Schluss lassen Sie die Mousse
au chocolat für mindestens 4 Stunden
im Kühlschrank ruhen.
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Um auch vom Meer zu profitieren und mal
andere Luft außer die von Marseille zu
schnuppern, wurde die 2te Exkursion auf
die Frioul-Inseln verlegt.
Diese liegen vor Marseille und sind nur
mit dem Boot erreichbar und so hatten
die AZUBIS Zeit mal richtig zu relaxen
und die Weiten des Meeres zu genießen.

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Am
Ende der 2 Monate wurden noch mal alle gebeten
eine kurze Einschätzung ihres Praktikums zu geben
und hier sind mal ein paar Statements:
« ich hatte
die Gelegenheit die afrikanisch-provenzalische
Küche näher kennen zu lernen. »
« Die ersten
Wochen meines Praktikums waren leider
nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte!
»
« Es war eine
sehr gute Erfahrung einmal
in einem französischen Restaurant gearbeitet
zu haben. »
« Letzten Endes
muss ich sagen, dass ich trotz der anfänglichen
Probleme ein tolles Praktikum hatte
und auch gern noch länger geblieben
wär.
« ...habe auch
gelernt unter Druck zu arbeiten
und mit einem raueren Arbeitsklima zurechtzukommen...
»
« Mir ist aufgefallen,
dass in der französischen Küche, im Gegensatz
zur deutschen, vieles mit der Hand zubereitet
wird, was mir persönlich sehr gut gefällt.
»
« Mein Küchenchef
hat mir sehr viel erklärt. »
« Ich hatte einen
super Praktikumsbetrieb und
kann ihn auf alle Fälle weiter empfehlen. »
Die
Jugendlichen waren am Anfang nicht sehr überzeugt
von dem Praktikum in Marseille.
Sie waren wegen der Sprachblockade und den etwas
anderen Arbeitsweisen etwas unmotiviert.
Dennoch haben alle bis auf einen ihre 8Wochen
durchgezogen und dabei viele Erfahrungen gesammelt,
sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich.
Sie
haben ihren Freundeskreis erweitert und viele
Kontakte
geknüpft. Am Ende waren dann doch alle ganz
froh durchgezogen zu haben und wären gern noch
ein bisschen länger geblieben. Sie haben versichert
wieder mal nach Marseille zu kommen und natürlich
hoffen wir, dass sie dann auch mal bei EUROCIRCLE
vorbei schauen.
Wir sind überzeugt,
dass die Erfahrung eines Berufspraktikums im
Ausland den Horizont der Jugendlichen erweitert
hat und ihnen in ihrem weiteren Leben weiterhelfen
wird.
Wir wünschen ihnen das Beste für die Zukunft
und hoffen, dass sie die Zeit in Marseille noch
lange in guter Erinnerung behalten werden.

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