COST
führt Forscher und Experten aus verschiedenen Ländern
zusammen, die in speziellen thematischen Bereichen tätig
sind. COST finanziert jedoch NICHT die Forschungsmaßnahmen
selbst, sondern unterstützt Vernetzungsmaßnahmen
wie Tagungen, Konferenzen, Kurzaufenthalte von Wissenschaftlern
und Öffentlichkeitsarbeit. Derzeit werden über
200 wissenschaftliche Netze (so genannte Aktionen) unterstützt.
COST erbittet Vorschläge für Aktionen, die
zur wissenschaftlichen, technologischen, wirtschaftlichen,
kulturellen, sozialen oder gesellschaftlichen Entwicklung
Europas beitragen sollen. Besonders willkommen sind
Vorschläge, die als Wegbereiter für andere
europäische Programme dienen und/oder von Nachwuchswissenschaftlern
kommen.
Die verstärkte Vernetzung europäischer Forscher
ist eine entscheidende Voraussetzung für die Schaffung
des Europäischen Forschungsraums. COST schafft
Anreize für den Aufbau ausgedehnter neuer, innovativer,
interdisziplinärer Forschungsnetze in Europa. Mit
den von Forscherteams durchgeführten COST-Aktionen
sollen die Grundlagen für herausragende wissenschaftliche
Leistungen in Europa geschaffen werden.
COST ist in neun große Fachbereiche untergliedert
(Biomedizin und Molekulare Biowissenschaften; Chemie
und Molekularwissenschaften und -technologien; Erdsystemwissenschaften
und Umweltmanagement; Ernährung und Landwirtschaft;
Wald, forstwirtschaftliche Erzeugnisse und forstliche
Dienstleistungen; Bürger, Gesellschaft, Kultur
und Gesundheit; Informations- und Kommunikationstechnologien;
Werkstoffe, Physikalische Wissenschaften und Nanowissenschaften;
Verkehr und Stadtentwicklung). Auf der Internetseite:
www.cost.esf.org wird erläutert, welches Themenspektrum
die einzelnen Fachbereiche abdecken sollen.
Die Bewerber haben anzugeben, welchem Bereich ihr Vorschlag
zuzuordnen ist. Allerdings sind disziplinübergreifende
Vorschläge, die sich nicht ohne weiteres einem
einzigen Fachbereich zuordnen lassen, besonders willkommen;
sie werden gesondert begutachtet.
Die Vorschläge sollten die Beteiligung von Forschern
aus mindestens fünf COST-Ländern vorsehen.
Es kann mit einer finanziellen Unterstützung in
der Größenordnung von 100 000 EUR pro Jahr
in der Regel für einen Zeitraum von vier Jahren
gerechnet werden.
Die Bewertung der Vorschläge erfolgt in zwei Stufen.
Zunächst ist — unter Verwendung des unter:
www.cost.esf.org/opencall verfügbaren Online-Formulars
— ein vorläufiger Vorschlag (maximal 1 500
Worte/3 Seiten) mit einer Kurzdarstellung des Vorschlags
und seiner vorgesehenen Effekte einzureichen. Vorschläge,
die den COST-Kriterien für die Zuschussfähigkeit
nicht entsprechen (z. B. wenn im Vorschlag die Finanzierung
von Forschungsvorhaben beantragt wird), werden nicht
berücksichtigt. Zuschussfähige Vorschläge
werden von den zuständigen Bereichsausschüssen
anhand der unter: www.cost.esf.org veröffentlichten
Kriterien bewertet. Diejenigen Bewerber, deren vorläufige
Vorschläge ausgewählt wurden, erhalten dann
eine Aufforderung zur Einreichung eines ausführlichen
Vorschlags. Die ausführlichen Vorschläge werden
von Gutachtern nach den unter: www.cost.esf.org/opencall
aufgeführten Bewertungskriterien geprüft.
Der Zuschlag wird in der Regel binnen sechs Monaten
nach dem Stichtag erteilt; die Aktionen sollten danach
binnen drei Monaten anlaufen.
Der Stichtag für die Abgabe der vorläufigen
Vorschläge ist der 26. September 2008.
Ca. 75 Bewerber erhalten dann eine Aufforderung zur
Einreichung eines ausführlichen Vorschlags für
die Endauswahl, aus der ca. 25 neue Aktionen hervorgehen
werden.
Die Aufforderung zur Einreichung der ausführlichen
Vorschläge erfolgt bis 14. November 2008; diese
müssen spätestens am 16. Januar 2009 vorgelegt
werden; mit einer Entscheidung ist im Mai 2009 zu rechnen.
Als nächster Abgabestichtag ist der 27. März
2009 vorgesehen. Die Bewerber können sich gegebenenfalls
an ihren nationalen COST-Koordinator wenden, um Auskünfte
einzuholen oder sich beraten zu lassen — siehe
unter: www.cost.esf.org/cnc
Die Vorschläge selbst sind online über die
Webseite des COST-Büros einzureichen.
Die Koordinierungstätigkeit von COST wird aus dem
EU-Rahmenprogramm für Forschung und technologische
Entwicklung finanziell unterstützt. Das von der
Europäischen Wissenschaftsstiftung (EWS) verwaltete
COST-Büro, das als Durchführungsbevollmächtigter
von COST fungiert, nimmt die Aufgaben des wissenschaftlichen
Sekretariats für die COST-Bereiche und COST-Aktionen
wahr.