Die Kommission
fordert Rechtspersonen mit Sitz in der Europäischen Union
auf, für die Auswahlrunde 2009 von LIFE+ Vorschläge einzureichen.
Anträge
Die Vorschläge sind auf besonderen Antragsformularen abzufassen.
Diese Formulare und der Antragsleitfaden mit detaillierten
Erläuterungen zur Zuschussfähigkeit und den Verfahren
sind auf der Website der Kommission unter folgender Adresse
erhältlich: http://ec.europa.eu/environment/life/funding/lifeplus.htm
Die ausgefüllten Vorschläge sind auf CD-ROM oder DVD in
einem elektronischen PDF-Format einzureichen.
Begünstigte
Die Vorschläge können von Rechtspersonen eingereicht werden,
die in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union registriert
sind (öffentliche und/oder private Stellen, Akteure und
Einrichtungen).
Dieser
Aufruf bezieht sich auf die nachstehenden Themen.
1. LIFE+ Natur und biologische Vielfalt
Hauptziel:
Schutz, Erhaltung, Wiederherstellung, Überwachung und
Erleichterung der Funktionsweise von natürlichen Systemen,
natürlichen Lebensräumen und wild lebenden Pflanzen und
Tieren, mit dem Ziel, den Verlust an biologischer Vielfalt,
einschließlich der Vielfalt genetischer Ressourcen, innerhalb
der Europäischen Union bis 2010 zu stoppen.
2.
LIFE+ Umweltpolitik und Verwaltungspraxis
Hauptziele:
— Klimawandel: Stabilisierung der Treibhausgaskonzentration
auf einem Niveau, das eine globale Erderwärmung von mehr
als 2 °C verhindert;
— Wasser: Beitrag zur Verbesserung der
Wasserqualität durch die Entwicklung kosteneffizienter
Maßnahmen, um im Hinblick auf die Entwicklung des ersten
Bewirtschaftungsplans für die Einzugsgebiete gemäß der
Richtlinie 2000/60/EG (Wasserrahmenrichtlinie) bis 2009
einen guten ökologischen Zustand zu erzielen;
— Luft: Erzielung einer Luftqualität,
die nicht zu signifikanten negativen Auswirkungen auf
die menschliche Gesundheit und die Umwelt und deren Gefährdung
führt;
— Boden: Schutz und Gewährleistung der
nachhaltigen Nutzung des Bodens durch die Erhaltung der
Funktionen des Bodens, die Vermeidung von Gefahren für
die Böden und durch die Eindämmung von deren Folgen sowie
durch die Wiederherstellung von geschädigten Böden;
— Städtische Umwelt: Beitrag zur Verbesserung
der Umweltbilanz europäischer städtischer Gebiete;
— Lärm: Beitrag zur Entwicklung und Durchführung
von Konzepten zum Umweltlärm;
— Chemikalien: Verbesserung des Schutzes
der Umwelt und der Gesundheit vor Risiken durch Chemikalien
bis 2020 durch die Umsetzung des Chemikalienrechts, insbesondere
der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (REACH) und der Thematischen
Strategie zur nachhaltigen Nutzung von Pestiziden;
— Umwelt und Gesundheit: Entwicklung
der Informationsbasis für die Umwelt- und Gesundheitspolitik
(Europäischer Aktionsplan Umwelt und Gesundheit 2004—2010);
— Natürliche Ressourcen und Abfall: Entwicklung
und Umsetzung von Konzepten, die der Gewährleistung der
nachhaltigen Verwaltung und Nutzung von natürlichen Ressourcen
und Abfall dienen, sowie Verbesserung der Umweltverträglichkeit
von Produkten, der nachhaltigen Produktion und Verbrauchsmuster,
der Vermeidung, der Verwertung und des Recyclings von
Abfall; Beitrag zur effizienten Umsetzung der Thematischen
Strategie zur Vermeidung und zum Recycling des Abfalls;
— Wälder: Bereitstellung einer präzisen
und umfassenden Basis für politikrelevante Informationen
über die Wälder in Bezug auf Klimawandel (Einfluss auf
das Ökosystem Wald, Minderung, Substitutionseffekte),
biologische Vielfalt (grundlegende Informationen und geschützte
Waldgebiete), Waldbrände, den Waldzustand und die Schutzfunktion
des Waldes (Wasser, Boden und Infrastruktur) insbesondere
durch ein EU-Koordinationsnetzwerk und Beitrag zum Waldbrandschutz;
— Innovation: Beitrag zur Entwicklung
und Darstellung politischer innovativer Konzepte, Technologien,
Methoden und Instrumente, um die Durchführung des Aktionsplans
für Umwelttechnologie (ETAP) zu unterstützen;
— Strategische Ansätze: Förderung der
effizienten Durchführung und Durchsetzung des Umweltrechts
der Gemeinschaft und Verbesserung der Wissensbasis für
Umweltpolitik; Verbesserung der Umweltleistung von KMU
. Die Kommission nimmt alle Projektvorschläge entgegen,
die sich mit den oben genannten Hauptzielen befassen,
räumt aber Projekten zum Klimawandel Vorrang ein.
3.
LIFE+ Information und Kommunikation
Hauptziel:
Verbreitung von Informationen und Sensibilisierung für
Umweltfragen, einschließlich im Bereich der Waldbrandprävention;
Förderung von Begleitmaßnahmen wie Informations- und Kommunikationsmaßnahmen
und -kampagnen, Konferenzen und Fortbildung, einschließlich
Fortbildung im Bereich der Waldbrandprävention.
Die Kommission nimmt alle Projektvorschläge entgegen,
die sich mit dem oben genannten Hauptziel befassen, räumt
aber Projekten Vorrang ein, die dazu beitragen sollen,
den Verlust an biologischer Vielfalt zu stoppen. |