Die Kommission fordert
Rechtspersonen mit Sitz in der Europäischen Union auf,
für die Auswahlrunde 2008 von LIFE+ Vorschläge einzureichen.
Anträge
Die Vorschläge sind auf
besonderen Antragsformularen abzufassen. Diese Formulare
und der Antragsleitfaden mit detaillierten Erläuterungen
zur Zuschussfähigkeit und den Verfahren sind auf der
Website der Kommission unter folgender Adresse erhältlich:
http://ec.europa.eu/environment/life/funding/lifeplus.htm
Die Vorschläge sind auf CD-ROM oder DVD in einem elektronischen
PDF-Format einzureichen, das auf einer gescannten Fassung
der Papierformulare (Originale) im A4-Format basiert.
Begünstigte
Die Vorschläge können von Rechtspersonen eingereicht
werden, die in einem Mitgliedstaat der Europäischen
Union registriert sind (öffentliche und/oder private
Stellen, Akteure und Einrichtungen).
Dieser Aufruf bezeiht sich die nachstehenden
Themen:
1. LIFE+ Natur und biologische Vielfalt
Hauptziel: Schutz, Erhaltung,
Wiederherstellung, Überwachung und Erleichterung der
Funktionsweise von natürlichen Systemen, natürlichen
Lebensräumen und wild lebenden Pflanzen und Tieren,
mit dem Ziel, den Verlust an biologischer Vielfalt,
einschließlich der Vielfalt genetischer Ressourcen,
innerhalb der Europäischen Union bis 2010 zu stoppen.
2. LIFE+ Umweltpolitik und Verwaltungspraxis
Hauptziele:
— Klimawandel: Stabilisierung
der Treibhausgaskonzentration auf einem Niveau, das
eine globale Erderwärmung von mehr als 2 °C verhindert.
— Wasser: Beitrag zur Verbesserung
der Wasserqualität durch die Entwicklung kosteneffizienter
Maßnahmen, um im Hinblick auf die Entwicklung des ersten
Bewirtschaftungsplans für die Einzugsgebiete gemäß der
Richtlinie 2000/60/EG des Europäischen Parlaments und
des Rates (Wasserrahmenrichtlinie) bis 2009 einen guten
ökologischen Zustand zu erzielen.
— Luft: Erzielung einer Luftqualität,
die nicht zu signifikanten negativen Auswirkungen auf
die menschliche Gesundheit und die Umwelt und deren
Gefährdung führt.
— Boden: Schutz und Gewährleistung
der nachhaltigen Nutzung des Bodens durch die Erhaltung
der Funktionen des Bodens, die Vermeidung von Gefahren
für die Böden und durch die Eindämmung von deren Folgen
sowie durch die Wiederherstellung von geschädigten Böden.
— Städtische Umwelt: Beitrag zur Verbesserung
der Umweltbilanz europäischer städtischer Gebiete.
— Lärm: Beitrag zur Entwicklung und
Durchführung von Konzepten zum Umweltlärm.
— Chemikalien: Verbesserung des Schutzes
der Umwelt und der Gesundheit vor Risiken durch Chemikalien
bis 2020 durch die Umsetzung des Chemikalienrechts,
insbesondere der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 des Europäischen
Parlamets und des Rates (REACH) und der Thematischen
Strategie zur nachhaltigen Nutzung von Pestiziden.
— Umwelt und Gesundheit: Entwicklung
der Informationsbasis für die Umwelt- und Gesundheitspolitik
(Europäischer Aktionsplan Umwelt und Gesundheit 2004-2010).
— Natürliche Ressourcen und Abfall: Entwicklung
und Umsetzung von Konzepten, die der Gewährleistung
der nachhaltigen Verwaltung und Nutzung von natürlichen
Ressourcen und Abfall dienen, sowie Verbesserung der
Umweltverträglichkeit von Produkten, der nachhaltigen
Produktion und Verbrauchsmuster, der Vermeidung, der
Verwertung und des Recycling von Abfall; Beitrag zur
effizienten Umsetzung der Thematischen Strategie zur
Vermeidung und Recycling des Abfalls.
— Wälder: Bereitstellung einer präzisen
und umfassenden Basis für politikrelevante Informationen
über die Wälder in Bezug auf Klimawandel (Einfluss auf
das Ökosystem Wald, Minderung, Substitutionseffekte),
biologische Vielfalt (grundlegende Informationen und
geschützte Waldgebiete), Waldbrände, den Waldzustand
und die Schutzfunktion des Waldes (Wasser, Boden und
Infrastruktur) insbesondere durch ein EU-Koordinationsnetzwerk
und Beitrag zum Waldbrandschutz.
— Innovation: Beitrag zur Entwicklung
und Darstellung politischer innovativer Konzepte, Technologien,
Methoden und Instrumente, um die Durchführung des Aktionsplans
für Umwelttechnologie (ETAP) zu unterstützen.
— Strategische Ansätze: Förderung der
effizienten Durchführung und Durchsetzung des Umweltrechts
der Gemeinschaft und Verbesserung der Wissensbasis für
Umweltpolitik; Verbesserung der Umweltleistung von KMU.
Die Kommission nimmt alle Projektvorschläge entgegen,
die sich mit den oben genannten Hauptzielen befassen,
räumt aber Projekten zum Klimawandel Vorrang ein.
3. LIFE+ Information
und Kommunikation
Hauptziel: Verbreitung von Informationen
und Sensibilisierung für Umweltfragen, einschließlich
im Bereich der Waldbrandprävention; Förderung von Begleitmaßnahmen
wie Informations- und Kommunikationsmaßnahmen und -kampagnen,
Konferenzen und Fortbildung, einschließlich Fortbildung
im Bereich der Waldbrandprävention.
Die Kommission nimmt alle Projektvorschläge entgegen,
die sich mit dem oben genannten Hauptziel befassen,
räumt aber Projekten Vorrang ein, die dazu beitragen
sollen, den Verlust an biologischer Vielfalt zu stoppen.